Wohnungsbau-Offensive

Wie schon im Koalitionsvertrag vereinbart, will der Bund mit einer „Wohnungsbau-Offensive“ dafür sorgen, dass bundesweit wieder mehr bezahlbare Wohnungen zur Verfügung stehen. Denn viele angespannte Wohnungsmärkte belasten mittlerweile vor allem Senioren, Studenten und Familien mit Kindern. Der Zuzug von Flüchtlingen hat das Problem natürlich noch dringlicher gemacht.

Schon zu Beginn der Legislaturperiode wurde deshalb ein breites Bündnis geschaffen, in dem sich neben Bund, Ländern und Kommunen auch die Wirtschaft und zahlreiche Verbände engagieren. Und in der Tat wurde der Wohnungsbau deutlich gesteigert: Waren es 2014 noch 245.000 neue Wohnungen, so sind es letztes Jahr schon 270.000 Wohnungen gewesen – Tendenz steigend. Der Bund hat bereits Anfang des Jahres seine Mittel für den sozialen Wohnungsbau auf über eine Milliarde Euro erhöht! Nun sind die Länder gefordert, das mithilfe eigener Wohnungsbauprogramme abzurufen.

Helfen soll auch das „Gesetz zur steuerlichen Förderung des Mietwohnungsneubaus“, das wir diese Woche in erster Lesung beraten haben. Es beinhaltet eine Sonderabschreibung von circa 35 Prozent für Neubauten, befristet auf die Jahre 2016 bis 2018. Dies wird hoffentlich auch die privaten Investoren motivieren – denn ohne sie ist der Wohnungsmangel nicht zu bewältigen.

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