Max Marhauer

Praktikant vom 16. Februar bis 20. März 2015

Ute Bertram vor dem Reichstagsgebäude mit ihrem Praktikanten Max Marhauer

Vom 16. Februar bis 20. März war ich Praktikant im Büro unserer direkt gewählten Abgeordneten Ute Bertram. In dieser Zeit lernte ich durch die Teilnahme an Plenar-, Ausschuss- sowie AG-Sitzungen, und nicht zuletzt durch die alltäglichen Bürotätigkeiten, den Arbeitsalltag eines Abgeordneten und seiner Mitarbeiter kennen. Was mich dabei im Besonderen erstaunte, war die Vielzahl an Terminen, die ein Abgeordneter täglich wahrnehmen muss. Ohne Mitarbeiter wäre die Arbeit im Bundestag in keiner Weise zu bewältigen.

Im Vorfeld des Praktikums wurde mir von meinen Kommilitonen des Öfteren „viel Glück“ beim Kaffeekochen und Kopieren gewünscht. Doch bereits an meinem ersten Arbeitstag wurde mir bewusst, wie falsch diese Annahme war. Statt meine ersten Stunden am Kopierer zu verbringen, lagen zu bearbeitende Unterlagen bereits auf meinem Schreibtisch! Im Rückblick bin ich sehr froh über diese Art der direkten Einarbeitung, da ich mir von einem Praktikum im Deutschen Bundestag insgeheim mehr als Kaffee kochen und Kopieren versprochen hatte. Und genau diese Erwartungen wurden durch eine fordernde Arbeitsweise, welche von analytischem Arbeiten und dem Präsentieren der Ergebnisse vor den Kollegen geprägt war, vom ersten Tag an voll und ganz erfüllt. Ein persönliches Highlight während meines Praktikums war meine erste Teilnahme an einer Plenarsitzung, in welcher ich das Glück hatte, sowohl hitzige Debatten zu den Themen Griechenland-Rettung und Freihandelsabkommen (TTIP und CETA) zwischen Regierung und Opposition, als auch die Kanzlerin und den Wirtschaftsminister live und aus nächster Nähe zu erleben.

Ich kann jedem, der über ein Praktikum solcher Art nachdenkt, nur empfehlen sich zu bewerben: Es ist eine einmalige Erfahrung, dem einen oder anderen Politiker, den man sonst nur aus dem Fernsehen kennt, in der Mittagspause zu begegnen. Frau Bertram und ihrem Team danke ich für die herzliche Aufnahme und das von Tag zu Tag unterschiedliche, doch stets angenehme Arbeitsumfeld.