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Besuch in der Gemeinschaftswäscherei Himmelsthür

Johann Liegl, Ute Bertram, Ulrich Stoebe, Carsten Giesemann in weißen Kitteln bei dem Integrationsbetrieb Gemeinschaftswäscherei Himmelsthür

Die Gemeinschaftswäscherei Himmelsthür beschäftigt 170 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Behinderung. Das sind rund 44 Prozent der gesamten Belegschaft. Hier wird Inklusion im besten Sinne gelebt: Die Menschen mit Behinderung werden in der Wäscherei wie jeder andere Arbeitnehmer entlohnt – ausschließlich vom Arbeitgeber. Staatliche Leistungen, wie sie z. B. in Behindertenwerkstätten auf dem sogenannten zweiten Arbeitsmarkt gezahlt werden, gibt es nicht.

In der Wäscherei in Himmelsthür werden täglich bis zu 50.000 Kilogramm Wäsche für Krankenhäuser und andere soziale Einrichtungen gereinigt. Die Prozesse laufen hier so professionell und reibungslos wie in Großwäschereien ohne teils schwerbehinderte Mitarbeiter. Soziales Engagement muss also keinesfalls die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens mindern!

Der Besuch in Himmelsthür hat noch einmal verdeutlicht, wie wichtig und aktuell die Initiative der Koalitionsfraktionen CDU/CSU und SPD ist, Integrationsbetriebe noch mehr zu stärken. Die Union möchte in den kommenden drei Jahren die Anzahl der Integrationsbetriebe verdoppeln und so 4.500 neue Arbeitsplätze schaffen. Mit unserem Antrag Integrationsbetriebe fördern – Neue Chancen für schwerbehinderte Menschen auf dem ersten Arbeitsmarkt eröffnen wollen wir erreichen, dass – beginnend in diesem Jahr und bis 2017 – jeweils 50 Millionen Euro aus dem Ausgleichsfonds für Integrationsbetriebe zur Verfügung gestellt werden. Bei der heutigen Abschlussdebatte im Deutschen Bundestag wurde er mit großer Mehrheit beschlossen.

Es gibt einen enormen Förderbedarf bei den Integrationsbetrieben – und es gibt die entsprechenden Mittel aus dem Ausgleichsfonds. Erfolgsgeschichten wie die der Gemeinschaftswäscherei in Himmelsthür zeigen, dass es sich lohnt, weiterhin in die Eingliederung von schwerbehinderten Menschen im ersten Arbeitsmarkt zu investieren. Wir können sehr stolz auf einen so beispielhaften Integrationsbetrieb im Landkreis sein!

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