Fake News – Wie geht man damit am besten um?

 

Jeder hat inzwischen den Begriff „Fake News“ gehört, aber was genau „Fake News“ sind, darüber gibt es unterschiedliche Ansichten.

Zum einen zählt man dazu die klassische „Zeitungsente“. Also eine Nachricht, bei der Journalisten einer falschen Quelle auf den Leim gegangen sind, oder ein voreilig verbreitetes Gerücht, welches sich dann als falsch herausstellt.

Neu sind aber gezielte, absichtlich verbreitete Desinformationen mit dem Ziel, Gruppen innerhalb unserer Gesellschaft gegeneinander aufzuhetzen, Unfrieden zu verbreiten und Konflikte zu schüren.

Da können ganz unterschiedliche Gruppen dahinterstecken:

– Hetzer aus dem rechten, linken oder islamistischen Spektrum, die damit ihre Hassbotschaften verbreiten

– Kriminelle mit Geschäftsinteressen, denen egal ist, was sie verbreiten – Hauptsache, sie erzielen Reichweiten, die sie verkaufen können.

– Ausländische Regierungen in autokratischen Ländern die unser System destabilisieren wollen, zum Beispiel Russland.

 

Diese Formen von „Fake News“ gab es auch schon früher, allerdings war der Verbreitungsweg leichter zu kontrollieren. Heute verbreiten sich „Fake News“ über Plattformen wie Facebook oder Twitter wie ein Lauffeuer und können nicht mehr „eingefangen“ werden.

 

Soviel zum Problem. Nun zur Lösung:

 

So einfach ist das nicht. Die Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut und kann nur unter ganz bestimmten Umständen eingeschränkt werden. (Zum Beispiel bei Beleidigung, Aufrufen zu Gewalt oder Ähnlichem). Die meisten „Fake News“ fallen aber nicht in diese Kategorie, und trotzdem richten sie großen Schaden an, da sie das Vertrauen vieler Bürger in unseren Staat, unsere Gesellschaft beschädigen.

 

Hier versuchen wir als Mitglieder der Union eine Lösung zu finden, die einerseits „Fake News“ eindämmt, aber gleichzeitig das Recht auf freie Meinungsäußerung gewährleistet. Hohe Strafen für die Betreiber von Plattformen wie Facebook oder Twitter, wenn diese nicht schnell genug Beiträge löschen, wie unser Justizminister Maas sie fordert, halte ich für keine gute Idee.

 

Besser fände ich ein System, welches „Fake News“ als genau das kennzeichnet, aber ohne diese zu löschen. Somit kann jeder Nutzer für sich entscheiden, ob er so einen Beitrag teilen möchte, oder es vernünftigerweise besser lässt.

 

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