Pressemitteilung FinanzierungPsychiatrienPsychVVG

Bundestag beschließt neue Finanzierungsregeln für Psychiatrien

Ute Bertram: Wichtiger Schritt zur besseren Versorgung psychisch Erkrankter

Der Deutsche Bundestag hat gestern am späten Abend in 2. und 3. Lesung das Gesetz zur Weiterentwicklung der Versorgung für psychiatrische und psychosomatische Leistungen (PsychVVG) verabschiedet. Dazu erklärt die Hildesheimer Bundestagsabgeordnete Ute Bertram, die auch Berichterstatterin ihrer Fraktion zu diesem Gesetz ist:
„Das neue Gesetz bringt eine deutliche Verbesserung bei der Leistungsvergütung in psychiatrischen und psychosomatischen Krankenhäusern. Künftig werden diese Leistungen nicht mehr mit landesweit einheitlichen Preisen vergütet, sondern von den Krankenhäusern direkt und unter Berücksichtigung individueller Besonderheiten mit den Krankenkassen verhandelt. Es trägt damit den Besonderheiten der Psychiatrien in unterschiedlichen Regionen Deutschlands Rechnung. Zugleich stellt ein bundesweiter Vergleich der Krankenhausleistungen mehr Transparenz her.
Neu ist die Möglichkeit der medizinischen Versorgung seelisch Erkrankter durch das Krankenhaus auch im häuslichen Bereich. Patientinnen und Patienten können so zu Hause in ihrem gewohnten Umfeld behandelt und betreut werden. Auch Angehörige sind dadurch besser in den Genesungsprozess einbezogen.
Auch die Personalausstattung in den psychiatrischen und psychosomatischen Krankenhäusern wird verbessert, denn sie muss nun verbindlichen Vorgaben folgen. Außerdem lässt das PsychVVG die Einbeziehung der Personalkosten in die Pflegesätze grundsätzlich nur zu, wenn die Kosten auch tatsächlich nachgewiesen werden.
Alle diese Regelungen tragen dazu bei, die veränderten Herausforderungen in der medizinischen Versorgung psychisch erkrankter Menschen zu berücksichtigen.“

Berlin/Hildesheim, 11.11.2016

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