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Ute Bertram: Züge müssen leiser werden!

Am Mittwoch traf sich die Hildesheimer CDU-Bundestagsabgeordnete Ute Bertram mit dem Ortsbürgermeister Friedrich-Georg Block-Grupe und Eisenbahner a. D. Hermann Kasprowiak in Banteln. Sie diskutierten über Wege, den Bahnlärm zu reduzieren.

„Schon während der ersten 10 Minuten rauschten vier Züge an uns vorbei. Man verstand kaum ein Wort. Eindringlicher hätte man nicht zeigen können, dass hier etwas passieren muss. 160 Güterzüge fahren täglich über diese Strecke. Ich finde: Bahnlärm ist keine Wohlstandsmusik! Deshalb bin ich im Bundestag in der AG Bahnlärm. Wir müssen Verbesserungen wegen der Lärmbelästigung schaffen,“ so die Abgeordnete.

Auf nationaler Ebene hat der Bundesverkehrsminister kürzlich seine breit angelegte „Strategie Leise Schiene“ vorgelegt. Er fördert unter anderem die freiwillige Lärmsanierung an bestehenden Strecken: Mit jährlich 150 Millionen Euro werden zum Beispiel innovative Lärmschutzmaßnahmen, Schallschutzwände oder Schallschutzfenster finanziert. „Allerdings kostet die Nachrüstung der Wägen nur ein Zehntel von Lärmschutzwällen,“ so die Politikerin. „Wir sollten daher nicht an den Symptomen herumdoktern, sondern die Ursachen beseitigen. Und das heißt: Die Züge selbst müssen leiser werden.“ Für den Bau leiserer Güterwagen-Prototypen und die Umrüstung bestehender Wagen auf „Flüsterbremsen“ stellt der Bund insgesamt über 180 Millionen Euro zur Verfügung.

Außerdem kommt das Fahrverbot für laute Güterwagen ab 2020: Ab diesem Zeitpunkt sollen nur noch Güterwagen das deutsche Schienennetz befahren dürfen, die die Lärmschutzstandards erfüllen.

„Ich bin froh um die Fortschritte in Deutschland“, so Ute Bertram, „aber letztlich muss eine europäische Lösung her. Denn gut die Hälfe der Züge sind ausländischer Transitverkehr. Erst wenn die leiser sind, wird in Banteln wieder Ruhe einkehren. Dafür setze ich mich ein!“

Berlin, 16. Juni 2016

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