• Ute Bertram als KindKindheit und Jugend

    Geboren und aufgewachsen bin ich im südlichen Niedersachsen. Das Abitur absolvierte ich 1980 am Scharnhorst-Gymnasium in Hildesheim.

  • Ute Bertram und Kollegen in Hong KongBankfachwirtin in Frankfurt und Hong Kong (1980-1994)

    Nach dem Abitur machte ich eine Ausbildung zur Bankkauffrau und 1988 einen zweiten Abschluss als Bankfachwirtin. Danach arbeitete ich für einige Jahre bei einer großen Bank –  erst an den Standorten Hildesheim, Hannover und Frankfurt und später bei der ausländischen Tochtergesellschaft der Bank in Hong Kong.

  • Ute Bertram mit ihrer FamilieFamilie

    Mit der Familiengründung traten meine beruflichen Ambitionen erst einmal in den Hintergrund; meine drei Söhne forderten meine ganze Aufmerksamkeit. Mit der Einschulung meines ältesten Sohnes begann ich, mich im Stadtelternrat in Alfeld zu engagieren, deren Vorsitzende ich später war. Im Jahr 2006 überlegte ich, ob ich in meinen Beruf zurückzukehren sollte. Meine Söhne wurden immer selbstständiger und ich wollte mir eine neue Herausforderung suchen.

  • Die großen, roten CDU-Buchstaben angeleuchtet vor PublikumMein Weg in die Politik

    Zu dieser Zeit fand ich ein Angebot der Volkshochschule in Hildesheim, in dem Interessentinnen für eine Frauenakademie gesucht wurden. Ich fühlte mich direkt angesprochen und meldete mich an! Ich hatte die Wahl zwischen einem Engagement im Kirchenvorstand oder in der Kommunalpolitik. Mein Entschluss fiel – unverkennbar – auf die Politik. Es war eine glückliche Fügung, dass gerade der Wahlkampf für die Kommunalwahlen stattfand. In der Fußgängerzone,  am Wahlkampfstand der CDU, fragte ich spontan, ob die CDU eine engagierte Frau brauchen könne, ich würde sehr gern mitmachen. Hocherfreut lud mich der Landtagsabgeordnete in die CDU-Geschäftsstelle ein. Ich wollte aber sofort Nägel mit Köpfen machen und füllte den Aufnahmeantrag noch am Stand aus. Zu diesem Zeitpunkt suchte die Vorsitzende des Stadtverbandes der CDU eine Nachfolgerin, weil sie diese Aufgabe nach 15 Jahren abgeben wollte. Ihre Wahl fiel auf mich. Sie wurde meine Mentorin auf dem Weg in mein erstes politisches Amt.

  • Ute Bertram bei der Kommunalwahl Alfeld 2011 mit anderen Menschen auf einem Platz vor alten FachwerkhäusernKommunalpolitik

    Im Jahr 2008 wurde ich Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes Alfeld und im gleichen Jahr wählte man mich zur stellvertretenden Vorsitzenden des Kreisvorstandes Hildesheim. Da ich mich besonders um Frauenpolitik kümmerte, wurde ich auch Mitglied der Frauenunion. Bald war ich in Hildesheim vielen Menschen bekannt. Im Jahr 2011 wurde ich in den Kreistag von Hildesheim gewählt und kurz darauf zur Sprecherin für Soziales und Gesundheit. Gleichzeitig bekam ich ein Mandat im Alfelder Stadtrat und stieg dort sofort zur Fraktionsvorsitzenden auf.

  • Ute Bertram beim Wahlkampf 2013 im Gespräch mit BürgerBundestagswahlkampf

    Im Mai 2013, kurz vor dem Start in den Bundestagswahlkampf, teilte der langjährige CDU-Kandidat aus Hildesheim seiner Partei mit, dass er nicht noch einmal kandidieren würde. Damit stand die CDU vor einem riesigen Problem, denn wie sollte jetzt so schnell ein Ersatzkandidat zu finden sein? Überzeugt und kurzentschlossen sagte ich damals: „Ich kandidiere!“ Anfangs gab es noch skeptische Stimmen, aber am Ende konnte ich mich gegen fünf andere Kandidaten behaupten. Mit 70 Prozent aller Stimmen wurde ich auf der Delegiertenversammlung zur Bundestagskandidatin für den Wahlkreis Hildesheim gewählt. Nun begann eine der spannendsten Zeiten in meiner politischen Karriere: der Bundestagswahlkampf.

  • UteBertramWahlsiegMoras (1)22.09.2013 - Direktmandat für Hildesheim

    Mit Spannung erwartete ich gemeinsam mit meiner Familie, engen Freunden und natürlich mit den Unterstützern aus der CDU die Hochrechnung des Wahlergebnisses. Ich konnte mein Glück kaum fassen, als ich erfuhr, dass ich mehr als 42 Prozent der Erststimmen gewonnen hatte. Aber nicht nur das. Bei meiner ersten Direktkandidatur für den Bundestag erhielt ich sogar 1600 Stimmen mehr als der SPD-Kandidat. Zum ersten Mal seit 1965 hatte ich unseren Wahlkreis wieder für die CDU gewonnen! Am 24. September 2013 ging es zur ersten Fraktionssitzung nach Berlin. Erst nach und nach realisierte ich, dass ich nun eine gewählte Abgeordnete im Deutschen Bundestag war.

  • Ute Bertram mit Kollegen der CDU/CSU Fraktion vorm Brandenburger Tor beim Equal Pay DaySeit 2014 - zwischen Hildesheim und Berlin

    Mittlerweile ist die 18. Legislaturperiode schon weit voran geschritten. Meine Tage sind lang und mein Elan ist ungebremst! Ich sitze in Berlin im Gesundheitsausschuss und im Ausschuss für Kultur und Medien, außerdem im Fraktionsvorstand von CDU und CSU. Gemeinsam mit meinen Kollegen engagiere ich mich für die Themen, die mir wichtig sind - wie die Lohngleichheit von Frau und Mann, aber auch die Stärkung der Pflege oder das Freihandelsabkommen TTIP. Wenn in Berlin keine Sitzungswoche ist, bin ich in unserem Landkreis Hildesheim unterwegs. Denn ich sehe mich in Berlin vor allem als die größte Lobbyistin für unsere Region!